noch 5 mal schlafen...

Sooo, das Ende meines Englandaufenthaltes naht. Schade und Juhu! Ich kann kaum darauf warten wieder in das für Käse, Schokolade und Sterbehilfe berühmte Ländli zurückzukehren. Ich freue mich auf all die Leute, die ich die ganze Zeit sooo vermisst habe und wieder ein gewohnter Alltag einkehren kann. Jedoch werde ich auch Bournemouth vermissen mit all den lustigen Menschen von der ganzen Welt, dem Strand und vorallem dem Meer. Warum konnte man die Schweiz nicht am Meer gründen? Das verstehe ich nicht.
Ich nehme viel mit nach Hause von England. Ich weiss, dass wenn man als au pair arbeiten will, man ganz genaue Vorstellungen haben sollte, was man erwarten kann und was man will von der Gastfamilie. Ich weiss auch das Koreaner die Schweiz für eine Art Paradies halten. Ausserdem habe ich gemerkt, was wir alles Tolles haben in der Schweiz wir müssen nämlich als Frauen nicht zu Hause bleiben, wärend unsere Brüder eine Weltreise machen wie es in anderen Ländern der Brauch ist. Auch sind wir nicht eine von 4 Frauen eines Mannes. Ein GA kostet in der Schwiez für ein Jahr etwa gleich viel wie in London eine 3 Monatskarte. Zum Essen bekommt man Salat in der Schweiz und es gibt nicht jeden Tag Fish and Chips. Überhaupt: man hat Essenskultur, so etwas wie "ä Guete" kennt man hier nämlich nicht. Man isst vor dem Fernseher. Natürlich gibt es aber auch Dinge die ich an England vermissen werde, zum Beispiel die Offenheit der Menschen hier und den Tee.
Ich bin unglaublich froh, dass ich schlussendlich noch in Bournemouth gelandet bin. Hier hatte ich definitiv die besten Erfahrungen meines Englandaufenthaltes. London ist eine tolle Stadt aber ich bin nun mal kein Großstadtmensch und nicht dafür geschaffen den ganzen Tag hinter dem Bügelbrett zu stehen. Das ist noch etwas, was ich gelernt habe: ich werde NIE Hausfrau!
Zu guter letzt habe ich natürlich auch noch ein bisschen Englisch gelernt und meine Schule mit einem C1 Level in der Europäischen Einstufungsskala abgeschlossen.

So, und jetzt muss ich nur noch eines schaffen: nach Hause kommen. Ich werde morgen noch eine riesen Ausmistaktion starten um Übergewicht im Flugzeug zu vermeiden. Ich werde mich schweren Herzens von meiner Handtasche, meinen Schuhen und einigen anderen Dingen verabschieden müssen.
Aber dann HOME SWEET HOME :D

3 Kommentare 27.9.09 02:00, kommentieren

Old Harry Rocks mit Umwegen

Letzen Samstag klingelte mein Wecker um 04:00 uhr. Nach dem ich mich selbst davon überzeugt hatte, dass ich jetzt taaatsächlich aufstehen sollte, machte ich mir in aller frühe und im Dunkeln (ich wusste nicht wo der Lichtschalter ist in diesem riiiesen Haus...) ein Picknick und schwang mich auf mein treues Velo. Da meine Freundin, die geminsam mit mir die Fahrradtour unternehmen wollte nicht ganz so spinnig drauf war wie ich und noch im Bett war, ging ich gaaanz alleine an den verlassenen Strand. Wärend 2 Stunden schaute ich dem Sonnenaufgang zu, es war wuuuundervoll. Dann traff ich Stefania und wir machten uns auf den Weg dem Meer entlang nach Pool von wo aus wir die Fähre nahmen. Auf der anderen Seite des Pool Harbors angekommen fanden wir einen rieeesigen wunderschönen Sandstrand hatten eine Frühstückspause. Dummerweise waren wir ohne verlässlich Karte losgefahren in der Hoffnung die Old Harry Rocks könne man nicht verpassen wenn man der Küste entlang fuhr. Pech. Denn man konnte nicht der Küste entlang fahren und wir landeten nach ca. 2 Stunden fahrt irgendwo im Nirgendwo. Plötzlich sah ich den Rettenden Wegweiser: Old Harry Rochs 4 miles. Juuuhuuuu. Von dem Kuhgitter, über das wir unsere Velos heben mussten liessen wir uns nicht beirren und machten uns frohen Mutes auf den Weg
Zu Beginn war es ein einigermassen gut befahrbarer Weg doch es wurde immer bergiger und der weg wurde schmaler bis wir schliesslich absteigen und die Velos stossen mussten.  Dies war nicht alzu schlimm doch kurz darauf war der Weg auf beiden Seiten mit dichten Dornen bewaldet und wir hatten keine Chance mehr mit unseren Velos noch witer zu kommen. Um zu kehren schien uns keine gute Option, jetzt da wir schon so weit wahren. Also gingen wir querfeldein den Hang runter bis wir auf einen Stacheldrahtzaun stiessen. kein Problem: legten uns auf den Bauch und krochen unter dem Zaun durch. Juhu, wir fanden am Ende der Kuhweide auf der wir nun waren einen breiteren Weg der hinauf zu den Klippen zu führen schien. Nur, wie kamen wir aus der Weide wieder raus? Sie war ringsum umgeben mit Stacheldraht und wildem Dornengebüsch. Wir fuhren also ehwigkeiten dem Zaun nach bis wir schlussendlich eine Holzlatte fanden, mit deren Hilfe wir über den Zaun klettern konnten. Mit Sack und Pack auf dem Weg angekommen mussten wir leider feststellen, dess dieser Weg ebenfalls nicht sonderlich Velofreundlich war, da gleich um die Kurve eine laaaaaange Treppe begann. hm....umkehren? Nein! Wir ketteten unsere Velos an den Zaun und begannen den Aufstieg zu Fuss. All diese Mühe hat sich schliesslich gelohnt, die old Harry Rocks sind atemberaubend!

 Nachdem wir fertig gestaunt hatten nahmen wir uns Zeit für ein ausgibiges, windiges Picknick.
Die Hitze und die Anstrengung hatten uns zugesetzt. Wir machten uns also an den Abstieg und nahmen ein erfrischendes Bad im Meer. Auf komischerweise sehr direktem und einfachem Weg gelangten wir zurück zur Fähre und nach Hause sofort ins Bett wo wir tiiiiiiiief und feeeeeest schliefen.

1 Kommentar 16.9.09 22:41, kommentieren

kalt und nass aber super!

...keine Beschreibung passt besser zu Bournemouth. Die spinnen nämlich, die Engländer. Sie laufen im Shorts und Trägershirt herum wenn ich mit Windjacke kalt habe. Sobald sich die Sonne für einen Moment zeigt (und das ist bis jetzt drei mal vorgekommen) findet man halb Bournemouth im Bikini am Strand und sogar im eis kalten Meer. Trotz dieser sonderbaren Eigenschaft sind die Bournemouther ein nettes Völklein. Ich bin in der Stadt gelandet die sich selbst "der sicherste Platz Engalnds" nennt (da kommt mir doch gerade Jonny English in denn Sinn...) und im Vergleich zu London fühle ich mich tatsächlich sehr sicher hier. Da mir auch der Verkehr hier nicht allzu schlimm vorkam, beschloss ich ein Velo zu kaufen. Ich ging also in ein Secondhand Veloladen und fand ein super Bike für nur 85£. Meine Rechnung ergibt, dass ich für das Geld auch 3 Wochen Bus fahren könnte, jedoch kann ich das Velo nach 5 Wochen wieder verkaufen und das Busbillett nicht, ich komme also besser weg. Ausserdem fahre ich jeden Tag mit dem Velo zur Schule und bei dem nun ja nicht gerade fettfreien Essen, das es hier gibt ist das sicher nicht schädlich! Ein bisschen gewöhnungsbedürftig war der Linksverkehr, aber mittlerweile ist es schon ganz normal. Ich muss mich jedoch immer ganz fest konzentrieren, wenn ich irgendwo rechts abbiegen muss und habe auch schon einige Huuper kassiert.
Meine Gastfamilie ist super. Sie sind super nett, wild und lustig. Sie wohnen in einem riiiiesen Haus wo ich mein riiiiesen Zimmer habe mit zwei riiiiesen Hunden und Kindern die riiiiiesen laut schreien können. Es ist immer etwas los und selten still im Haus. Ich geniesse es richtig wieder unter Menschen zu sein. (komisch, dass zu sagen nachdem ich in London gelebt habe aber beim gletten und putzen hatte ich ja auch nur Gesellschaft vom Fernseher und den Pijamas).
Mir gehts rundum super hier und ich hoffe bei euch ist es genau so.
Gruuuuss in die Schweiz.
p.s. ich freue mich immernoch seeehr über Komentare!mein super Velo.

6 Kommentare 9.9.09 22:04, kommentieren

Bournemouth

Juuuhuuuuu! Ich bin in der grünen Stadt am Meer. Es ist wuuunderbar! Ich bin bei einer super Familie gelandet! Mein Bett ist etwa so gross wie das Zimmer das ich in London hatte und meine "En- Suite" (Zimmer mit Badezimmer) ist riiiiesig und sehr schön eingerichtet. Bei einer kleinen Rundfahrt im Auto mit meiner neuen Gastmutter habe ich gesehen warum man von der grünen Stadt spricht. Überall sind Bäume und von der Innenstadt bis zum Strand kann man alles in einem Park gehen. Als wir am Strand vorbei fuhren dachte ich für einen Moment ich sei in Mallorga gelandet. Schönes Wetter, Leute im Bikini und ein wunderschönes Blaues Meer ohne Ende. Juhuuuuu!

2 Kommentare 29.8.09 20:17, kommentieren

Last days of London- ohne Hugh Grant

Ich müsste jetzt eigentlich den Namen von meinem Blog ändern: salome-and-bournemouth. Ich habe mich nämlich entschieden meine Gastfamilie 5 Wochen früher als geplant zu verlassen und nach Bournemouth in eine Sprachschule zu gehen. Der Grund dafür? Nun putzen und baysitten kann ich auch zu Hause. Ich will etwas erleben von dem ich noch meinen Grosskindern erzählen kann. Ausserdem desozialisiere (juhu ich glaube ich habe ein Wort erfunden) ich hier!

Am Sonntag traf ich eine Freundin meiner Grossmutter, die unbedingt etwas mit mir unternehmen wollte. Es war sehr witzig. Wir setzten uns in ein Schiff auf der Themse und sie erzählte mir vom Krieg. Es war ein sonniger Sonntag, ich bekam einen Sonnenbrand und Z'Mittag hatten wir in einem Pub an der Themse. Ist das nicht ein richtiger Sonntag?

Den perfekten Samstag hatte ich davor. Nun fast perfekt. Am morgen wurde ich nämlich noch beinahe von der britischen Bahn übers Ohr gehauen. Ich wollte ein Ticket nach Bournemouth kaufen und der Mann am Schalter wollte 40 Pfund für einen Weg. Ich traute meinen Ohren nicht. Nach einigem stürmen fand er dann ganz plötzlich raus, dass da ja noch ein Ticket für 20 Pfund wäre. Für die Rückreise wollte er aber 40 Pfund und so entschied ich nur einen Weg zu buchen (im Internet bekommt man es für 9 Pfund!) Nun eigentlich war auch der Rest meines Tages nicht ganz perfekt. Nur fast. Ich ging nämlich nach Notting Hill um nach dem Haus mit der blauen Tür und Hugh Grant zu suchen. Beides nach langem suchen ohne Erfolg. Ich fand den Reisebücherladen, der jetzt ein Chrimschrams- Antiquitätenladen ist aber sonst nichts Spektakuläres. Auch Julia Roberts lief mir nicht über den Weg, als ich am Ritz vorbei kam. Schade.

Meine Gastfamilie in Bournemouth hat 2 Hunde und 3 Kinder (1,3 und 7). Das Haus ist 15 Minuten mit dem Bus vom Strand entfernt. Ich kann es kaum erwarten da zu sein. Anscheinend hat es da sogar Palmen und alles was dazu gehört. :-D und das in England!! Juhuuu!

Ihr hört von mir aus Bournemouth!

1 Kommentar 26.8.09 22:33, kommentieren

Zuoz und Proms was will man mehr?

In der Zeit seit meinem letzten Eintrag habe ich schon 2 mal den Weg über halb Europa zurück gelegt. Ich war nämlich im Meisterkurs in Zuoz im schönen Engadin. Es war absolut genial. Wir (das Quasi Quartett) hatten sogar die Chance zwei mal eine Probe mit Hanna Weinmesiter zu haben! Wooow!
Wieder zurück in London beschloss ich am Dienstag mir Leonidas Kavakos mit dem Budapest Festival Orchestra unter Ivan Fischer in der Royal Albert Hall anzuhören. Es war genial! Wer jemals in London war wärend den Proms und kein Konzert besucht hat, hat definitiv etwas verpasst! Für 5 Pfund kann man von Lang Lang über Jojo Mas Ensemble bis zum Britischen Ukulelen Orchester aller hören. Der Hacken an der Sache ist, dass die Stühle im Parterre und auf der obersten Galerie weg geräumt werden und man also stehen muss. Im Parterre war schon ein riesen Gedränge, also beschloss ich auf die schwindelerregende Galerie zu gehen. Da sassen die Studenten und Grossmütter zusammen beim Picknick und warteten auf den Beginn des Konzertes. Man sass auf dem Fussboden und die älteren Damen prahlten mit den Mengen an Konzerten, die sie wöchentlich höhrten. Die Dame neben mir hatte bis auf 8 (oderso) alle Proms Konzerte dieser Saison gehört (das sind ca 40 innerhalb von einem Monat!) Was will man mehr, wenn man Zeit hat und für 5 Pfund die grössten Künstler zu höhren bekommt? Sie klagte dann darüber, dass sie halt allmählich alt werde und ein Sitzplatz doch besser wäre für sie. Ich verstand sie denn ich konnte mir in diesem Moment noch nicht vorstellen, dass man ein Konzert geniessen konnte im stehen. Doch die Prokoviev Ouvertüre begann und nach ein paar Takten hatte ich schon vergessen das ich stand. Erst im zweiten Satz des Violinkonzertes von Bartok meldeten sich dan meine Füsse, also zog ich meine Stöggelischuhe aus. Die Dvorak Synfonie no.7 verging wie im Flug. Genial! Ich drehte mich um und bemerkte, dass die picknick Menschen ihr Picknick keineswegs unterbrochen hatten wärend dem Konzert. Sie lagen immernoch gemütlich auf ihren Decken und lasen ein Buch, andere schienen zu lernen. Warum nicht? So braucht man keinen I-pod. :-D

1 Kommentar 20.8.09 14:50, kommentieren

Au pair Leben

Gestern habe ich geputzt. Man legt nämlich hier einen grossen Wert auf enorme Sauberkeit und Hygiene. Es wird superagressives, antibakterielles Putzmittel verwendet und meine Hände sind superschrumpelig. Natürlich ist für jeden Hausbereich ein anderes Putzmittel vorgesehen, was ganz schön verwirrend ist wenn man den Unterschied zwischen Allzweckreiniger und Superreiniger nicht so genau versteht. Natürlich dürfen diese beiden aber nicht verwechselt und nur auf einer bestimmten Oberflächen verwendet werden. Nur für die Küche gibt es zu dem noch Küchenreiniger, Metallreiniger für Küchenutensilien und Küchendesinfektionsspray. Das selbe Sortiment findet man im Badezimmer und für jeden Typ Fussboden das passende Mittel. Zu jedem Mittel und Oberfläche gibt es dann noch einen Speziallumpen. Da soll mal jemand sagen putzen könne jeder, ich war masslos überfodert!Ich habe bestimmt nicht für alles das Richtige erwischt, denn auf dem Kühlschrank befinden sich jetzt hässliche Schmierspuren und die Fenster, die vor dem Putz meiner Ansicht nach sauber waren, sind jetzt schmutzig. Ich muss noch viel lernen bis ich die perfekte Hausfrau oder besser das perfekte Au pair werde, (denn Hausfrau werde ich nie!) und dafür habe ich jetzt wöchentlich zwei mal die Gelegenheit. Juhu!
Nach diesem Putztag gestern habe ich heute meinen Freien Tag mit einem Ausflug gefeiert. Ich habe mir eine Tageskarte gekauft und mich in den Bus gesetz nach North Greenwich. VOn da aus kann man mit der Jubileeline direkt ins Stadtinnere fahren in "nur" 30 Minuten. Ich war jedenfalls heil froh als ich im Lautsprecher "Green park" hörte, denn das war mein Ziel. An der frischen Luft angelangt wanderte ich durch den Green Park und durch ein Meer von Liegestühlen (für 2 Pfund für 4 Stunden kann man da nämmlich Liegestühle mieten). Ich war auf der anderen Seite des Parkes angekommen und stand ganz plötzlich vor dem Buckingham Palace. Spontan schaute ich also auf einen Tee bei der Queen vorbei und ich soll euch alle ganz herzlich von ihr grüssen. Nach einem Lunch in der Royal Academy of Arts machte ich mich auf den Weg zu meinem eigentlichen Tagesziel: der Royal Albert Hall. Leider kam ich gar nicht so weit, denn ich blieb bei Harrod's hängen. Ein riiiiiiiesiges Kaufhaus wo man von Chanel über Prada bis Armani alles findet. Es ist aber nicht ein ganz normales Kaufhaus denn man fült sich wie in einem Märchen. Alles ist vergoldet und das Treppenhaus ist mit dämmrigem Licht und klassischer Musik sehr geheimnisvoll. Als ich im obersten Stock angelangt war entdeckte ich, dass diese Musik nicht aus Lautsprechern kam, denn da stand eine Sängerin im Abendkleid auf einem goldigen Balkon und sang Verdi, Puccini und Co.
Ich hatte einen wundervollen Tag, doch das beste war: es war blauer Himmel!!! Unglaublich aber wahr! Ich wünsche allen einen lauten, schönen 1. August, von dem ich nichts mitbekomme :-D
p.s. ich versuche noch einige Fotos herauf zu laden, ihr findet sie --> rechts

2 Kommentare 31.7.09 21:28, kommentieren

ich habe/bin das erste Mal in meinem Leben...

...zwei mal hintereinander einem Fuchs ausweichen müssen (zu Fuss!!) Die gibt es hier nämlich massenhaft!
...sooooo ein riesiges Kino gesehen wo derselbe Film in 10 Kinos gleichzeitig läuft
...ein freies Eichhörnchen aus 50cm nähe fotografieren können
...in einem zweistöckigen Bus vom Kino heim gefahren
...einen Film in der Stadt gesehen wo er spielt und war froh darüber, dass es nur ein Fantasy Film war (ich habe keine Lust einem Todesser zu begegnen oder in der Winkelgasse zu landen)
...amerikanische Fernsehsender im Programm gehabt
...mich sooo klein gefühlt
...mir gewünscht einen englischen Akzent annehmen zu können
...so viel Toast gegessen (inkl.Konsequenzen leider)
...mich intensiv auf eine Shoppingtour vorbereiten müssen (wie komme ich hin und WIE KOMME ICH ZURÜCK?)
...einen Ganzen Tag mit Dinosauriern und Spiderman beschäftigt
...soooo viele Kleider gebügelt und mich gefragt warum ein Pijama gebügelt werden muss?
...charmed geschaut
...eine Küche mit Desinfektionsspray geputzt
...einen personal trainer gehabt (nur für eine Stunde)
...danach einen sooo schlimmen Muskelkater bekommen
...einen soooo lieben Gruss in dei Schweiz gesendet
...und mich hoffentlich über viele Kommentare gefreut

4 Kommentare 23.7.09 23:26, kommentieren

Fotos

Ihr findet jetzt einige (leider zu gross geratene) Fotos --> wenn ihr rechts "Fotos" anklickt. (sorry für die Werbung, ist halt so bei den Gratisblogs)

19.7.09 18:40, kommentieren

Orpheus, Juriditschey und swine flu

Gestern hatte ich den ersten „richtigen“ Tag mit allem drum und dran. Ich brachte Sashu am Morgen zur Schule und holte ihn Mittags wieder ab um ihn zu bekochen und den Nachmittag mit ihm zu verbringen. Es ging alles super und er war wild aber brav. Ich hatte noch etwas freie Zeit die ich (wie nicht anders zu erwarten) an meinem Lieblingsort, dem Greenwichpark verbrachte. Es gab sogar ein bisschen Sonne!!!! Waaahnsinn!!!
Auf dem Heimweg ging ich an der „Blackheath Concerthall“ vorbei. Vor dem Eingang standen jede menge Menschen, alle edel angezogen. Ich studierte den Flyer, der am Eingang hing und entschied spontan in die Oper zu gehen. Glucks Orpheus und Eurydike sollte aufgeführt werden.
Es war eine sehr interessante Aufführung. Zuerst war ich ziemlich verwirrt, weil die Oper doch mit Orpheus beginnen sollte, doch er kam einfach nicht. Ich begriff lange nicht, dass Orpheus die ganze Zeit auf der Bühne war, nur von einer Frau gespielt. Auch dass mit Juriditschey Eurydike gemeint war begriff ich nicht sofort. Ausserdem scheint man hier unter professionellem Orchester etwas anderes zu verstehen als in der Schweiz. Denn bei dem Orchester hatte man das Gefühl, man hätte zu einem Streichorchester die Dorfblaskappelle hinzugefügt. Ansonsten war es jedoch eine gelungene, modern inszenierte Oper mit schön singenden Sängern und einem riesigen Chor.
Nun noch etwas ganz anderes. Nach einigen besorgten Fragen betreffend Schweinegrippe, hier so viel: ja, zwei Kinder aus Sashus Klasse und ein Nachbarkind haben Schweinegrippe und nein, ich nicht. Ich wurde nämlich mit dem leben rettenden Desinfektionsgel ausgestattet, mit dem ich mir nach jedem Kontakt mit öffentlichen Gegenständen (Abfall, Bus, Geld...) die Hände einreiben muss.
So, ich hoffe ihr seid alle wohl auf und könnt etwas mehr Sonne geniessen als ich.
Gruss in die Schweiz.

4 Kommentare 17.7.09 20:27, kommentieren

:-D

Ich freue mich jedes mal wenn ich ein Lebenszeichen aus der Schweiz bekomme und wie ich vernommen habe freuen sich einige wenn sie von mir hören. Also schrebe ich noch ein bisschen.
Gestern gingen wir zum Gym (Fitnessclub mit Schwimmbad) das ziemlich nahe von unserem Haus ist und meine Gastmutter hat mir eine Nanny membership gemacht (hilfe,ich bin eine Nanny!!!!). Sie ging dann rein und ich war ca 1.5 Stunden mit Sashu in einer Beiz und versuchte ihn mit "ich sehe was du nicht siehst" und anderem zu unterhalten. Der Tag ging sportlich weiter (nicht für mich). Die Cousinen von Sashu (7 und 21j.) waren in ihrem Gym und wir gingen hin, damit Sashu mit ihnen schwimmen konnte. Die ältere Cousine, Neha, lud mich danach spontan zu ihrem Barbecue nächsten Samstag ein und versprach mir, mich all ihren Freunden vorzustellen. Am Abend genoss ich die hier nur spärlich vorhandene Sonne im Greenwichpark, meinem Lieblingsplatz. Einen Lieblingsbaum habe ich noch nicht :-P (insider). Sobald ich mir einen Kartenleser für meine Fotospeicherkarte gekauft habe, werdet ihr auch noch einige Fotos zu Gesicht bekommen! Häbets guet

3 Kommentare 13.7.09 23:44, kommentieren

7'000'000 Menschen

Ihr werdet nicht jeden Tag mit einem Eintrag von mir belästigt, aber ich erlebe momentan sooo viel, dass ich mich irgendwem mitteilen muss, sonst platze ich :-) Also schreibe ich heute schon wieder.
Heute hat mich meine Gastmutter mitgenommen ins Stadtzentrum und ich habe das Gefühl, ich hätte in dieser Zeit die gesammte Sadtbevölkerung plus ca. 3' 000'000 Touristen gesehen. Diese Stadt ist überfüllt mit allen möglichen Arten von Menschen. Unglaublich! Es ist schrecklich eng überall und man kommt nur im Schneckentempo voran aber sobald man angerempelt wird oder sogar wenn man jemanden anrempelt, dreht sich diese Person um und es kommt kein "heeey, be careful!!". Nein, man erntet ein entschuldigendes Lächeln und ein nettes "sorry" (meistens jedenfalls).
Jetzt riecht es im Haus nach indischem Reis (oder so etwas) und ich bin fix fertig. In ein paar Minuten kommt Sashu nach Hause und dann ist es nichts mehr mit ausruhen. Also stelle ich mich jetzt darauf ein bis zum Abendessen "fighting games" zu spielen und lasse euch in ruche.
Ein Gruss in die Schweiz!

4 Kommentare 11.7.09 19:17, kommentieren

Hilfe ich bin in einem Film gelandet!

Erster Flug für mein Cello- und für mich! Nach den Komplikationen mit "wieso haben Sie ein Cello dabei und trozdem nur eine Bordingcard?" und einem Durchleuchteten Cellokasten war ich (und mein Cello natürlich auch) das erste mal über den Wolken! Wundervoll!
In London City angekommen wurden wir (meine Mutter und ich, an dieser Stelle danke, dass du mitgekommen bist!) von einer kleinen sympatischen Inderin in rosa abgeholt. Nach einer "kurzen" (hier ist alles kurz was küzer als 2 Stunden Autofahrt ist) Fahrt am O2 Center vorbei, wo Michael Jackson auf seiner Worldtour ein Konzert geben wollte, kamen wir nach Blackheath. Dies ist ein sehr grüner und hübscher Satdteil, nur wenige Minuten vom Ursprung unserer Zeit entfernt: Greenwich. In einem richtig englischen Reihenhaus wurden wir von einem scheuen, bald aber schon fürchterlich überdrehten Sashu und seinem Grossvater in Empfang genommen und bekamen als erstes eine Tasse Tee in die Hand gedrückt.  Wie stellt man sich London anders vor?
Sashu ging zur Schule und wir untenahmen mit meiner Gastmutter einen ausgiebigen Spatziergang nach Blackheath Village und in den Greenwich Park. In das "Dorf" wie auch in den Park habe ich mich sofort verliebt. Ohne grosse Touristenansammlungen steht man plötzlich an Filmschauplätzen aus Notting Hill und Pride and Prejudice. Familien und Müttervereine mit all ihren Babys, sowie englische Ladys tummeln sich im Park und geniessen das "schöne Wetter" beim Tee. Windig und etwas wolkenverhangen, aber für londoner Verhältnisse schön! Meine Mutter flog noch am selben Abend nach Hause und ich fiel nach einem Tag mit einer Stunde mehr als gewöhnlich ins Bett.
Heute Morgen wurde ich von einer lauten schrillen Kinderstimme geweckt: "Säälööööuumiiii do you want some breakfast?" Auf das englische Frühstück mit ungesundem, weissem Toast hatte ich mich schon mental vorbereitet, aber ich wurde überrascht: es gab Vollkorntoast!!! Ich war überglücklich.
Sashu verbrachte den Tag bei seinen Grosseltern, wir gingen in einen rieeeesen Supermarkt und trugen ca. 15 Taschen raus, mit Hilfe der Kassenfrau natürlich. Kein Tag ohne Tee! Den hatten wir heute etwas indischer als sonst, bei den Grosseltern.
Soviel für heute. Ich bin müde vom vielen Englisch und Hindu und werde mich nun desshlab vor den Fernseher setzen und Notting Hill schauen.
Ich freue mich auf Kommentare und andere Lebenszeichen aus der Schwiiiz!

11 Kommentare 10.7.09 21:43, kommentieren